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Frau Harlekina trippelte dem Randstein entlang, balancierte auf dem Backsteinrant und machte Pirouetten, wie als tanzte sie zu einer Musik, die nur sie hören konnte und die ihren Körper durchströmte.
Es gab einige Passanten, die ihr Herumgehüpfe beäugten, doch sie schienen sich lieber mit wichtigeren Dingen zu beschäftigen, wie nicht von einem Autofahrer angefahren zu werden, der sein Recht auf die Nutzung der Strasse bei grün zu nutzen in Anspruch nahm.
Leise summend flanierte die Närrin den Schaufensterfronten entlang.
Sie hatte das grosse Bedürfnis mit der neu erlangten Freiheit in das Erwerben von persönlichen Güter zu investieren. Doch dafür bräuchte sie Geld.
Marlene zuckte innerlich und äusserlich mit den Schultern und begab sich hüpfend wieder in Bewegung.
Als etwas weniger Person in dem Teil der Strasse waren, in der sich die Närrin ausgelassen aufhielt, tauchte neben ihr ein Mädchen von vielleicht zwölf Jahre auf. Ohne auch nur eine Pause zu machen, um sich an Mathildas Wiederexistenz zu gewöhnen, hob Marlene das sehr überraschte Mädchen mit Schwung auf.
„Da bist du ja!“, jubelte die junge Frau, als sie das Mädchen über ihren Kopf hob und dann an sich drückte.
Mathilda befürchtete, die Clowndame würde sie in die Stratosphäre befördern, und versuchte ihre durch die neue Höhenangst verursachte Panik unter ihre Kontrolle zu bekommen, die durch die des erstickt werden ersetzt wurde.
„Ich kriege … keine Luft“, quengelte Mathilda.
Marlene setzte sie daraufhin auf ihre Schulter. Um das Kind nicht weiter zu verschrecken, unterliess sie extravagante Bewegung.
Das Mädchen wollte wieder Einspruch erheben, aber musste feststellen, dass es recht angenehm war, über die Köpfe der Passanten zu sehen.
Als Bell um sechs Uhr dreissig in Mathildas Zimmer in Extrarealer-Aussenposten-DE20-T in Sjhlfels am Rhein kam, um sie zu wecken, machte sie die Entdeckung, dass das Bett leer war.
Sie sah sich um. Unterm Bett, im Kleiderschrank, hinter der Tür, aber nirgendwo war das anomale Mädchen zu sehen.
In Bells Kopf sprangen die Zahnräder an, die Situation zu eruieren.
Ihr Blick fiel auf das sorgfältig gemachte Bett und den Brief auf dem Kissen.
Die Doktorin atmete lange und tief ein, bevor sie mit Kraft den Alarm auslöste.
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Mathilda machte die zusammengekniffensten Augen die sie konnte, während ihre Entführerin etwas zu begeistert für eine Erwachsene im Schaukelstuhl wippte.
„Mach nicht so eine Schnute, dass steht einem so schönen Gesicht nicht.“
Mathilda starrte weiter. „Dann sagen Sie mir, was hier läuft.“
„Oh, Erwachsenensprache. Die Sammler haben dich schon gut dressiert.“, kichernd schwang sie die Frau aus den Wippstuhl, „aber besser ich stelle mich vor, mein Name ist …“
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„Zeigen Sie mich nochmals die Aufnahme!“, befahl Bell. Die arme Sicherheitswache drückte die Rückspultaste zum gefühlten x-mal, so häufig, dass ihre Finger anfingen zu schmerzen.
Die Kamera zeigte die Eindämmungszelle von SCP-187-DE, mit dem kleine Tisch, den drei Stühlen und dem Bett. Um 5 Uhr morgens trat eine Frau mit einem Kittel, der ihr eindeutig zu klein war, in das Zimmer. Die Tür verzeichnete keine Eingabe des Codes oder sonst wie eine Nutzung. Der Eindringling hob Mathilda mit einer der Situation unpassenden Zärtlichkeit hoch und brachte sie zur Tür. So bald sie aus dem Blickwinkel war, kam die Ferne zurück und nahm sich die Zeit nicht nur das Bett zu machen, sondern auch alles gerade zu rücken. Erst dann legte sie den Brief auf das Kissen.
„Seltsamer Eindämmungsbruch, wenn sie mich fragen“, meinte die Wache.
Bell ignoriere den Kommentar und lass den Brief durch.
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„Sag ‚Ah‘, meine Liebe.“
„Ich bin nicht mehr ein Kleinkind!“
Ms Mirabilis sah Mathilda mit zusammengekniffenen Augen für einen Moment an, bevor sie ergänzte: „vierzehn und vier Monate.“
Das Mädchen riss die Augen auf. „Woher weiss du das?“
Ms Mirabilis streckte die Brust stolz raus. „Ich bin Ms Mirabilis. Für mich ist das ein Kinderspiel.“
124-DE-2
„Zurückgeben?! Ihr habt dem armen Mädchen einer eurer komischen Apartment an den Arm genietet!“, dabei hob Ms Mirabilis den Scranton-Realitätsanker hoch.
Als Mirabilis die überraschten und verwirrten Blick vom SCP-Foundation-Personals bemerkte, räusperte sie sich: „Es gibt einen Grund, dass Leute mich eine Hexe nennen.“
Dann zeigte sie auf die Sphäre die sie und Mathilda umgab. „So lange Mathilda mit mir hier drin ist, bleibt sie sichtbar und bemerkbar.“
„Also zwingst du uns, Mathilda bei dir zu lassen?“, fragte Stephan misstrauisch. Er und Alice konnte Viktor geradeso zurückhalten. „Ganz ruhig, Viktor. Ich habe diese Frau lange genug studiert. Es gibt immer ein Aber bei ihr.“
Mirabilis nickte zustimmend: „Ich könnte Mathilda aber wieder gehen lassen, unter einer - nein, - einiger Bedingungen.“
Epilog
O4-8 atmete tief ein, während sie über das Gestell ihrer Sonnenbrille ihrem Assistent ansah. „Was Sie mir sagen ist, dass SCP-187-DE anstelle eines von uns geprüften Scranton-Realitätsanker eine von einer Interessengruppen geschaffene Halskette hat?“
„Ja, Frau Standortleiterin.“
O4-8 schüttete resigniert den Kopf. „Der Rest vom O4- und einige vom O5-Rat werden mich dafür lieben.“
Der Assistent hatte Mitleid und versuchte seine Vorgesetzte aufzumuntern: „Wir haben noch eine gute Nachricht: PoI-1989-DE ‚Ms Mirabilis‘ hat sich bereit erklärt, sich eindämmen zu lassen. Das wird sich gut ankommen.“
O4-8 starrte sehr lang ihren Assistent an, bevor sie aufsprang. „Sie hat was?“
Die Tür öffnet sich und ein junger Mann in Scharlachrot schreitet in den Raum.
„Guten Abend, die Damen. Guten Abend, Sweetie. Guten Abend, Fish. Ich bin heute euer Spielleiter.“
„Ich wollte ursprünglich Flucht von Basis 38 spielen, aber die Eierköpfe hatten Angst, dass wir dabei einen Fluchtplan schaffen.“
„Dies ist Session Zero. Wir – sprich eure Charakteren und ihr Spieler – lernen uns kennen, auch um zu verstehen, wie jeder spielt. Fangen wir damit an, uns vorzustellen.“
Redd rückte seine Fliege zurecht und korrigierte den Winkel seine Brille.
„Ich bin Mr Redd, wie ihr wisst.“
Dann Sah er zu Mr Fish, der nervös mit sein Kopf wackelte.
„Ich bin Mister Fish, aber Leute haben angefangen mich Fritz zu nennen, aus irgendeinem Grund.“
Fritz tupfte sich unsichtbare Schweisstropfen von seinen Schläfen.
„Ich bin Frau Harlekina, auch als Marlene bekannt!“, stellte sich die quirlige junge Frau mit den alemannischen Dialekte vor. Sie stupste ihr Freundin mit einem Lächeln an: „Nicht schüchtern sein.“
Die Jugendliche mit dem Fernseher als Kopf zeigte ein verschrecktes Gesicht.
„Ich bin Heather …“, kommt es rauschend aus den Lautsprechern.
Redd räuspert sich:
„Ihr seid in einem weiten Kerker. Jeder von euch wurde wegen einem
vermeintlichen Gesetzesbruch festgenommen. Ihr werdet wahrscheinlich lange dort sein, also ist es besser ihr lernt euch kennen.“
Er machte kurz eine Pause.
„Stellt euch gegenseitig vor und sagt, was euch vorgeworfen wird.“
Es war wieder kurz still.
„Ich möchte erwähnen, dass ich nicht bedacht habe, dass dies unsere jetzigen Situation nicht fern ist und möchte mich entschuldigen.“
„Kann passieren“, meinte Marlene.
Dann stand Fritz auf, eine dramatische Haltung einnehmend.
„Meine Figur ist das Katzenmagierin Greta von Kratzbaum! Ihr wird vorgeworfen, eine böse Hexe zu sein!“
Camilla linst auf seine Figurenbeschreib mit einer Zeichnung.
„Du spielst de facto ein Magical Catgirl mit einem tragischen Hintergrund?“
Fritz öffnete und schloss in schneller Folge seinen Mund, dabei ein seltsames plop-Geräusch machend.
„Eigentlich ja“, gestand er kleinlaut ein.
„Wusste nicht, dass du Katzen magst“, meinte Redd.
Fritz quäkte entrüstet: „Warum‽ Darf ich nicht‽“
Ms. Sweetie
scp-2396
Mr. Fish
scp-527
Mr. Redd
SCP-redd
Marlene
SCP-122-DE
26. Ms. Mad About Video Games - SCP-3090
Frau Harlekina trippelte dem Randstein entlang, balancierte auf dem Backsteinrant und machte Pirouetten, wie als tanzte sie zu einer Musik, die nur sie hören konnte und die ihren Körper durchströmte.
Es gab einige Passanten, die ihr Herumgehüpfe beäugten, doch sie schienen sich lieber mit wichtigeren Dingen zu beschäftigen, wie nicht von einem Autofahrer angefahren zu werden, der sein Recht auf die Nutzung der Strasse bei grün zu nutzen in Anspruch nahm.
Leise summend flanierte die Närrin den Schaufensterfronten entlang.
Sie hatte das grosse Bedürfnis mit der neu erlangten Freiheit in das Erwerben von persönlichen Güter zu investieren. Doch dafür bräuchte sie Geld.
Frau Harlekina zuckte innerlich und äusserlich mit den Schultern und begab sich hüpfend wieder in Bewegung.
Als etwas weniger Person in dem Teil der Strasse waren, in der sich die Närrin ausgelassen aufhielt, tauchte neben ihr ein Mädchen von vielleicht zwölf Jahre auf. Ohne auch nur eine Pause zu machen, um sich an Mathildas Wiederexistenz zu gewöhnen, hob Frau Harlekina das sehr überraschte Mädchen mit Schwung auf.
„Da bist du ja!“, jubelte die junge Frau, als sie das Mädchen über ihren Kopf hob und dann an sich drückte.
Mathilda befürchtete, die Clowndame würde sie in die Stratosphäre befördern, und versuchte ihre durch die neue Höhenangst verursachte Panik unter ihre Kontrolle zu bekommen, die durch die des erstickt werden ersetzt wurde.
„Ich kriege … keine Luft“, quengelte Mathilda. Frau Harlekina setzte sie daraufhin auf ihre Schulter. Um das Kind nicht weiter zu verschrecken, unterliess sie extravagante Bewegung.
Das Mädchen wollte wieder Einspruch erheben, aber musste feststellen, dass es recht angenehm war, über die Köpfe der Passanten zu sehen.
Das Duo stand nach einem Spaziergang vor dem grossen Gebäude, in dessen Hallen eine Gaming/Comic/Manga/Graphic Novel/Cosplay/Pop-Kultur-Convention.
„Wie kommen wir rein?“, fragte Mathilda.
Frau Harlekina machte ein nachdenkliches Gesicht.
Heather sah sich in der riesigen Hallen mit den Ständen.
Heather Mason (SCP-3090)
Fannie/Harlequina (SCP-122-DE)
Mathilda (SCP-187-DE)
Marlene Dietrich
All the world's a stage
So let us deliver our best performance.
Actually, I just want to write a story with SCP-3090 - Heather Mason aka Ms Mad About Video Games - and SCP-122-DE - Frau Harlekina aka Mrs I Have The Fun Of My ENTIRE Life -, but I have no idea for a plot yet.
The original one was that one of them accidentally teleports to the other character (respawns for 3090 or Magic for 122-DE), and the two of them try to do… something. Most likely to escape from the Foundation and find their mothers.
The new idea I had is that the two Mistresses Against Weeds meet at an anomalous gaming/comic/manga convention.
SCP-122-DE escapes its containment cell and wanders aimlessly, enjoying its freedom.
Somehow she picks up Heather, who was spawned in front of a video game shop, but ended up in Europe because of something like "Earth Orbit Shift" thingy. Something like the Mister Against Weeds somehow recognizes each other, 122-DE knows that Heather is a MAW and proposes to "join her party".
The two try to avoid the foundation's henchmen if they could think of how to get 3090 to their mothers.
As the plot unfolds, 122-DE becomes increasingly irritable, especially when 3090 tells how well she gets along with her mothers. The whole thing escalates as 122-DE tries to fight with Heather, which is not really more than some powerless nudges of the two, as neither are really the fighter types. It turns out that 122-DE suffers from severe self-esteem issues under her façade of good arbour and joking. This is because their original creator rejected them as a kind of invisible friend toy out of moral grounds. She wants to find her creator, or at least her "mother" (who made her in the current anomaly).
3090 forgave her, after the 122-DE confessing everything under somewhat overdramatic whining. Since 122-DE's creator is more likely to bring SCP-3090 back home than the two alone, the two MAW go on a "quest after the witch" aka Ms Mirabilis.
I pretty much like this. Your story is something simple but thevway it's presented here is pretty well-made, not something transcendant but I genuinely believe that this could work. I would love to see you keep the whole "anomalous gaming/manga convention" rather than just a meeting in a video game shop, but it's only me. For the rest, there's nothing Indislike or have doubts on : it seems promising and I've legitimately thought "Oh, this could be a pretty sad story". So, here's your first greenlight!
But if they don't became friends at the end of the story, I will make you suffer, you monster.
Honestly, as The PigheadThe Pighead mentioned, I find this version of the story quite a bit better as it delves into the moral grey ground of whether one is truly alive if artificially made by another being, and I think that's a good place to explore the implications. However, I am a little worried about how it might be a little cliche exactly because it explores that (it's a trope commonly seen in most media already). So, weird as it seems, I am greenlighting this idea, but I won't be reviewing your draft later. Enjoy and hope it is successful!